WANDERN & EINSIEDELEIEN
Wandern am Montserrat – Wege, Einsiedeleien und der Sant Jeroni
Oberhalb des Klosters von Montserrat führen markierte Wege zu alten Einsiedeleien, einer heiligen Grotte und dem höchsten Punkt des Massivs – was dort oben wartet und wie die Pfade miteinander verbunden sind.
Montserrat-Tagesausflüge auf GetYourGuide ansehen ↗Ein Netzwerk von Wanderwegen oberhalb des Klosters
Jenseits der Basilika und der Menschenmassen, die sich um sie drängen, öffnet sich Montserrat zu einem echten Netz markierter Wanderwege, das sich über den Bergrücken zieht und eine Reihe alter Einsiedeleien verbindet – kleine Kapellen, die einst von Mönchen oder Eremiten genutzt wurden, die auf dem Berghang Abgeschiedenheit suchten. Viele davon sind heute Ruinen, einige wurden im Laufe der Jahre teilweise restauriert, und die meisten sind durch Pfade verbunden, die von leichten, gemütlichen Spaziergängen bis hin zu anspruchsvollen, felsigen Wanderungen mit ordentlichem Höhenunterschied reichen. Die beiden Standseilbahnen, die vom Kloster abfahren, verkürzen den steilsten Anstieg zu Beginn und setzen Wanderer direkt an den Trailheads ab, statt den vollständigen Aufstieg zu Fuß vorauszusetzen.
Santa Cova, die heilige Grotte
Die Santa Cova, die Höhle, die der Legende nach mit der Auffindung der Schwarzen Madonna verbunden ist, liegt unterhalb des Klosters und ist entweder mit der Santa-Cova-Seilbahn oder zu Fuß entlang des Camí del Rosari erreichbar, einem Pfad, der ursprünglich in den 1690er-Jahren in den Berghang gehauen wurde. Entlang dieses Weges wurden zwischen 1896 und 1916 Skulpturengruppen hinzugefügt, die die Geheimnisse des Rosenkranzes darstellen, mit Beiträgen bedeutender katalanischer Architekten wie Antoni Gaudí und Josep Puig i Cadafalch. Diese Geschichte macht den Abstieg zur Grotte zu einer kleinen Open-Air-Galerie katalanischer modernistischer Skulptur – ganz abgesehen von ihrer religiösen Bedeutung.
Sant Joan und die oberen Ausgangspunkte der Wanderwege
Die Standseilbahn Sant Joan fährt vom Kloster hinauf zu einem Bündel von Wanderweg-Ausgangspunkten, die höher am Massiv liegen, nahe den Ruinen der alten Einsiedelei Sant Joan, der die Bahn ihren Namen verdankt. Von dieser oberen Station aus fächern sich mehrere markierte Routen in verschiedene Richtungen über den Bergkamm auf, darunter auch der Hauptweg hinauf zum Sant Jeroni – was die Station zum natürlichen Ausgangspunkt für alle macht, die auf dem Berg echte Wanderzeit verbringen möchten, statt nur das Kloster und die unmittelbaren Aussichtspunkte unten am Fuß der Auffahrt zu besichtigen.
Sant Jeroni, der Gipfelwanderweg
Sant Jeroni ist mit 1.236 Metern der höchste Punkt des gesamten Massivs, und der Weg dorthin ab der Bergstation der Standseilbahn von Sant Joan ist eine richtige Wanderung und kein gemütlicher Spaziergang – mehrere Kilometer pro Strecke, mit ordentlichem Höhenunterschied und stellenweise felsigem, unebenem Untergrund. Die Mühe wird mit einem wahrhaft panoramischen Gipfel belohnt, der die nadelförmigen Felstürme des Kamms unterhalb, die sich dahinter erstreckende flache katalanische Ebene und an klaren Tagen die Pyrenäen am fernen nördlichen Horizont weit jenseits des unmittelbaren Tals in den Blick nimmt.
Sant Miquel und kürzere Aussichtspunkte
Für einen kürzeren Spaziergang mit echter Belohnung ist der Weg zum Sant Miquel – einem Aussichtspunkt mit Kreuz nahe der Ruinen einer weiteren alten Einsiedelei – vom Kloster aus ein deutlich leichterer Ausflug, der nur einen Bruchteil der Zeit in Anspruch nimmt, die eine komplette Sant-Jeroni-Wanderung von Anfang bis Ende erfordert. Eine gute Option für alle, die sich für eine halbe Stunde von den Menschenmassen an der Basilika entfernen und die Felsformationen aus nächster Nähe richtig betrachten möchten, ohne einen ganzen Nachmittag einer vollen Bergwanderung zu widmen.
Einen Spaziergang in den Tag planen
Die Wege selbst sind in der Regel gut markiert, doch das Gelände ist wirklich felsig und bergig – kein gepflasterter, ebener Pfad. Festes Schuhwerk ist hier also wichtiger, als es die Talabschnitte eines Montserrat-Tages vermuten lassen. Auf dem exponierten Kamm ist es zudem spürbar kühler und windiger als unten in Barcelona, weshalb sich eine zusätzliche Schicht auch im Sommer lohnt. Wenn eine Wanderung zum Sant Jeroni oder zu einer der abgelegenen Einsiedeleien wirklich der Kern Ihres Besuchs ist, planen Sie dafür großzügig und ungehetzt Zeit ein – statt sie als überstürzten Nebengedanken an das Kloster zu behandeln.
Nicht sicher, welche Montserrat-Option die richtige ist – oder Seilbahn statt Zahnradbahn?
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